3D Drucker Druckkosten richtig berechnen

Wie berechnet man die 3D Drucker Druckkosten richtig?

Die Antwort auf diese Frage ist umstritten, jedoch eigentlich recht einfach. Genauso wie bei jedem anderen Gerät kann man die 3D Drucker Druckkosten ermitteln. Man muss sich nur über die richtigen Komponenten bzw. alle beteiligten Positionen klar sein.

In Deine Berechnung sollten daher diese Positionen einfließen:

  1. Stromverbrauch
  2. Abnutzung
  3. Material

 

3D Drucker Stromverbrauch berechnen

Ich nehme hierfür als grundlegendes Beispiel den Ultimaker 2. In der Spitze braucht der Ultimaker 221 Watt. (Angabe laut Hersteller) Wenn der 3D Drucker nun eine Stunde am Stück unter Vollast läuft, würde der Stromverbrauch bei 0,221 kWh liegen.

Dabei ist jedoch zu bedenken, dass der 3D Drucker meist nicht permanent unter Vollast läuft. Das Aufheizen wird natürlich so einiges an Strom verbrauchen. Die Energie für die Bewegung wird jedoch schon allein in Abhängigkeit von der Größe des Modells schwanken. Umso größer das 3D Modell, umso mehr muss der 3D Drucker die Düse (Extruder) bewegen. Wenn es um eine gewerbliche Kalkulation geht, würde ich also in jedem Fall die maximale Wattzahl zu Grunde legen. Mit den oben ermittelten Werten betragen die Stromkosten für den Ultimaker 2 für eine Stunde bei einem Preis von bspw. 0,31 Euro je kWh 0,069 Euro. Deinen Stromverbrauch kannst Du im Internet mit einem Stromverbrauchsrechner gern selber kalkulieren. (Klick)

Abnutzung des 3D Druckers kalkulieren

Dein 3D Drucker wird mit jeder Benutzung abgenutzt. Vielleicht muss sogar mal irgendwann ein Teil ausgetauscht werden oder Du musst schlichtweg einen neuen 3D Drucker kaufen. Das Geld dafür muss irgendwo herkommen. Vor allem im gewerblichen Bereich musst Du dies von vornherein unbedingt einkalkulieren. Die Abnutzung des 3D Druckers ist nicht einfach zu kalkulieren. Du hast im Grunde 2 Wege.

Du kannst einerseits eine Pauschale annehmen. Am besten einen fixen Wert pro Minute oder pro Stunde 3D Druck. Es gibt im Netz diverse Annahmen. Oft liegt der Wert bei 0,05 Euro pro Stunde. Ich halte diesen Wert zu niedrig. Ein klein wenig ist dies auch abhängig von der Auslastung des 3D Druckers, der Art der Nutzung und so weiter. Also ein privater 3D Drucker hat es da sicherlich noch schwieriger ausgelastet zu sein, als ein gewerblicher. Folgen wir den 0,05 Euro pro Stunde und nehmen an, dass der 3D Drucker 6 Stunden am (Arbeits-)Tag druckt, kommst du bei pauschalen 200 Arbeitstagen auf 60,00 Euro. (0,05 x 6 x 200).

Das ist aus meiner Sicht viel zu wenig. Ich schlage daher vor, den Anschaffungspreis zu Grunde zu legen und eine bestimmte Nutzungsdauer zu unterstellen. Diese würde ich dann entsprechend verrechnen. Immerhin muss nach dieser Zeit aus Grund XYZ (Warum auch immer..) ein neuer 3D Drucker her.

Erneut am Beispiel des Ultimaker 2 bei einem angenommen Preis von 2500,00 Euro und einer (Wunsch-)Nutzungsdauer von 2 Jahren sowie einem Arbeitsmonat von 20 Tagen ergibt sich eine tägliche Abnutzung von 5,208 Euro pro Tag. (2500 / 24 / 20)

Material (Filament) des 3D Drucker berechnen

Das Material kostet natürlich auch Geld. (Klicke hier für eine Auswahl) Dein Filament kannst Du meist während des 3D Drucks nachschieben, was den Verschnitt extrem reduziert. Nehmen wir hier als Beispiel 1,75er Filament von NuNus. Das ist sehr beliebt und dürfte den meisten bekannt sein.

Der Preis liegt bei rund 24,00 Euro pro kg. Dein 3D Modell wird vermutlich weniger als 1kg wiegen. Rechne daher am besten den Preis des Filament in einen Preis je Gramm um. Also in unserem Beispiel ergeben sich daraus 0,024 Euro je Gramm. (24 / 1000)

Wiegt Dein 3D Objekt nun bspw. 37 Gramm kostet das Material 0,888 Euro. (0,024 x 37)

Verschnitt 3D Drucker Filament einberechnen

Falls Du doch Verschnitt mit einrechnen möchtest, schlage einen bestimmten Prozentsatz auf Dein Objektgewicht drauf. Bei 10% Verschnitt nimmst Du also nicht 37 Gramm sondern 41,11 Gramm (37 / 90 x 100)

Checkliste für 3D Drucker Druckkosten Kalkulation

  1. Stromverbrauch – pro Stunde Watt / 1000 x Strompreis je kWh
  2. Abnutzung – Nutzungszeitraum berücksichtigen- Drucker refinanzieren
  3. Material – kg Preis in Gramm-Preis umrechnen – Grammpreis x Objektgewicht

 

Excel Tool zur Kalkulation / Berechnung 3D Drucker Druckkosten

Hier findest Du ein kostenloses Excel Tool, damit Du Deine 3D Drucker Druckkosten im Auge behalten kannst. Keine Garantie bzw. keine Gewähr für Richtigkeit. Das Tool ist selbsterklärend. Du musst bzw. darfst NUR die gelben Felder ausfüllen. Alle Werte dafür solltest Du kennen oder in der Bedienungsanleitung Deines 3D Druckers finden. Das Tool errechnet Deine Druckkosten (je Druckauftrag) automatisch.

3D Druckkosten Excel berechnen - Tool

 

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die besten Bücher zum Thema 3D Druck – 3D Druck Buchtipps mit Anleitungen & Guides

3D Druck Buchtipps -Zum Thema 3D Drucken / 3D Printing gibt es noch nicht viele (gute) Bücher. Die Technologie ist noch recht jung. Ich habe mich mal auf die Suche gemacht und einige Bücher herausgesucht, die das Thema 3D Druck ganz gut behandeln. Ob nun der Neueinsteiger bzw. Anfänger im 3D Druck, oder der versierte Elektro-Nerd. In den Büchern ist sicher für Jeden etwas neues dabei zum Thema 3D Druck (3DP)


 

Buchtipp: 3D-Druck für alle: Der Do-it-yourself-Guide

Dieses Buch wurde von einem 3D-Drucker-Benutzer geschrieben. Darin liegt vermutlich auch der Grund für die Beliebtheit dieses Buches. Eine 2. Auflage ist bereits erschienen. Florian Horsch, der Autor, geht in diesem Buch detailliert auf alle möglichen Facetten des 3D-Drucks ein. Sogar Rechtliche Aspekte des 3D-Drucks werden behandelt. Die meisten Leser dieses Buches reden nach dem Lesen von “Begeisterung”. Open Source Themen rund um 3D Drucken werden im Buch besprochen.

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Macher 3D Kompakt Desktop 3D-Drucker – Bausatz

Der Macher 3D Kompakt Desktop 3D-Drucker ist ein Bausatz, der vor allem durch Mobilität auffällt. Mit seinem geringen Gewicht eignet sich der 3DDrucker für alle möglichen Szenarien. Ob nun auf einer Baustelle, in wechselnden Büros oder aber auch beim Heimanwender spielt dabei kaum eine Rolle. Beim 3D Drucker vergleichen spielt der Macher 3D immer eine Rolle.

Vorteile & technische Infos zum Macher 3D-Druckers

Damit der Macher 3D Kompakt Desktop 3D-Drucker zum Einsatz kommt, sind meist weniger als 10 Minuten für den Aufbau nötig. Die Herstellerangaben zum Gewicht des 3D Druckers schwanken zwischen 3,5kg und 4,8kg. Weniger als 5kg sind jedoch sehr gut für den Transport geeignet. Auch die Abmessungen des Macher 3D sprechen für einen mobilen Einsatz. Mit 36 x 30,2 x 15,6 cm ist der 3D Drucker Bausatz recht handlich. Aufgebaut ergeben sich Maße von 290*320*325mm (LxBxH).

Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit auch ohne einen angeschlossenen Computer in 3D-Druck durchzuführen. Dazu hat der Macher 3D Kompakt Desktop 3D-Drucker Mobile Printer einen SD-Kartenslot. Zum Einsatz kommt dabei das Mikro-SD-Kartenformat.

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